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Donnerstag
24 Oktober 2019

Draußen vor dem Fenster

Draußen vor dem Fenster vergeht die Zeit. Es bleiben Erinnerungen, fest im Gedächtnis verankert, sich gegenseitig überlagernd. Draußen vor dem Fenster gluckst das Wasser; geheimnisvoll und ohne Pause strömt es tief aus den Bergen heraus, rauscht talwärts und vereinigt sich in weiter Ferne mit dem Meer. Draußen vor dem Fenster herrschen noch die uralten Gesetze des Gehens, des Wanderns, sei es mit den Füßen oder mit dem Geist. Draußen vor dem Fenster verliert sich den Blick in den Wiesen, und gleichzeitig wächst die Erkenntnis, dass nur reisen kann, wer auch mit der Seele unterwegs sein will. Und dass die schwierigste Reise uns zu uns selbst führt. Doch bevor wir dorthin aufbrechen, gönnen wir uns noch einen schönen Blick aus dem Fenster.