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Dienstag,
05 Februar 2019

Wein-Meditationen

Wein ist eine Form der Literatur, die Keilschrift und Flüssigkeit miteinander verbindet, und wer sie zu lesen versteht, den lässt sie durch Zeit und Raum reisen. Wein ist eine Formel, ein Schlüssel, eine Ahnung, die sich mit der Tages- und Nachtzeit verändert. Wenn es dunkel ist, verbindet uns Wein mit dem Sternenhimmel, tagsüber dagegen mit dem Inneren der Erde. Mit oben und mit unten. Unten, da ist die Kraft lehmiger Erdbrocken, die die Wurzeln der Rebstöcke halten, an die sich nicht einmal die Kaninchen ran trauen. Oben umschmeichelt die Schönheit gezackter Blätter die Trauben vor dem Hintergrund des Himmels. Immer, wenn ich eine Flasche in die Hand nehme, spüre ich, wie mich eine große Ruhe und Gelassenheit ergreifen, wie ein weicher Wollmantel. Und ich weiß, dass die Flüssigkeit, die in der kalten Flasche steckt, nicht einfach nur schläft. Nein, sie wartet darauf, sich in etwas Lebendiges zu verwandelt, dass dich, sobald sie ins Glas gegossen ist, für eine gewisse Zeit direkt ins Paradies befördert...

Paolo, Service Supervisor

P.S. Heute steht der „Sommelier auf der Skipiste“ im Kalender, ein Angebot, bei dem man die besten Weine Südtirols kennenlernen kann – und zwar auf Skiern! Was für eine Gelegenheit!

Alle Infos finden Sie hier.