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01 November 2020

Heilige Worte an Allerheiligen

Beato Angelico, Alle Heilige

Zur Feier von Allerheiligen, eines Festtags, der hier bei uns im Tal sehr wichtig genommen wird, möchten wir Ihnen ein paar Sätze aus der Dritten Enzyklika vorstellen, die Papst Franziskus unter dem Titel Fratelli tutti dem Thema der Geschwisterlichkeit in Zeiten der Pandemie gewidmet hat. Der Heilige Vater zitiert Vergils Tränen der Dinge und lädt mit Blick auf Martin Luther King, Desmond Tutu, Mahatma Ghandi und Charles de Foucauld dazu ein, Trennungen und Kriege zu überwinden.

„Der Schmerz, die Unsicherheit, die Furcht und das Bewusstsein der eigenen Grenzen, welche die Pandemie hervorgerufen haben, appellieren an uns, unsere Lebensstile, unsere Beziehungen, die Organisation unserer Gesellschaft und vor allem den Sinn unserer Existenz zu überdenken.“

„Wenn alles miteinander verbunden ist, fällt es uns schwer zu glauben, dass diese weltweite Katastrophe nicht in Beziehung dazu steht, wie wir der Wirklichkeit gegenübertreten, wenn wir uns anmaßen, die absoluten Herren des eigenen Lebens und von allem, was existiert, zu sein. Ich möchte hiermit nicht sagen, dass es sich um eine Art göttlicher Strafe handelt. Ebenso wenig kann man behaupten, dass der Schaden an der Natur am Ende die Rechnung für unsere Übergriffe fordert. Es ist die Wirklichkeit selbst, die seufzt und sich auflehnt. Es kommen uns da die berühmten Verse von Vergil in Erinnerung, wo die Tränen der Dinge oder der Geschichte heraufbeschworen werden.“