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Dienstag
10 November 2020

Der betäubte Blick

Es stimmt schon: Wir leben in einem Exzess des Sichtbaren, der unseren Blick betäubt. Und in diesem Überfluss zersplittert unsere Fähigkeit zur Wahrnehmung der Welt in Tausende kleine Fragmente, die sich im selben Moment auflösen, in dem sie in den globalen Social-Media-Kanälen auftauchen. Wenn wir heute ein Mindestmaß unserer Sehfähigkeit zurückerobern wollen, müssen wir die Kunst des Sehens mit der Kunst der Erinnerung verknüpfen. Müssen innehalten, durchatmen, beobachten. Und eine neue Verbindung zwischen Auge und Geist herstellen, zwischen Gedanke und Vorstellung, Wahrnehmung und Erinnerung.