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14
Dienstag,
14 Mai 2019

Die Berge im Juni

Die Berge im Juni. Eine wunderschöne Bühne, auf der das Leben aus dem Stegreif spielt. Ohne fertige Dialoge, ohne die Zwänge der geschäftigen und lauten Sommermonate, dafür aber im Besitz lichterfüllter, langer Sommertage und einer Stille, die das Herz erfüllt. Die Berge im Juni. Manchmal tragen sie noch eine Ahnung vom Frühjahr in sich, weil hier oben die Blumen später blühen als unten im Tal, dafür aber in umso kräftigeren Farben. Junges Gras taucht die Wiesen am Wegesrand in leuchtendes Grün, eine frische Brise tanzt durch die Halme, und oben am Himmel spielen die Wolken hinter den Dolomitengipfeln Verstecken. Die Berge im Juni. Eine vertikale Angelegenheit, die man aber auch ganz entspannt in der Horizontalen genießen kann. Ausgestreckt in einer Almwiese, den Blick nach oben gerichtet, oder auch auf stillen, noch nicht von August-Massen bevölkerten Pfaden, die sich den Gipfeln entgegenschlängeln. Dazu dieses Hochgefühl, auf dem Weg nach oben eine eigene, ganz neue Welt zu entdecken! Die Berge im Juni. Felswände, glückliche Schritte, Wiesen und Wälder, Bergbäche, deren Rauschen unendliche Geschichte erzählt. All das zu genießen, und zwar im Bewusstsein des für die Berge so typischen Gefühls der Kostbarkeit. Alles wird knapper und daher wertvoller: die Luft, die Geräusche, die Begegnungen. Die Berge im Juni. Schönste Momente, um voll und ganz auszukosten, was die Dolomiten dem interessierten Gast zu bieten haben.