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Donnerstag
21 Mai 2020

Im Gemüsegarten

Immer wenn sich Anni Costa auf den Weg zum Gemüsegarten macht, spürt sie Frieden im Herzen. Die dem Rasen abgerungenen Beete zwischen ihren verwitterten Holzzäunen lösen ein Gefühl der Erfüllung aus. Ein kleines Glück, dass sich in Seele und Geist ausbreitet. Ein Gemüsegarten ist reinste Seligkeit. Ganz egal, ob ein Wind geht, die Sonne scheint oder Wolken über den Himmel ziehen. Ob Regen von den Bergen kommt. Der Gemüsegarten verbindet uns mit der Erde. Auch in unserer Zeit, in der der Kontakt zur Erde oft zerstört und geschädigt ist. Im Gemüsegarten herrscht Stille, hier kommt die Zeit zur Ruhe, hier entwickelt sich die Frucht langsam und nach Gesetzen, die wir nicht beeinflussen können, aus der Scholle heraus. Die Stunden, die wir im Gemüsegarten verbringen, sind kostbar, weil das Blühen und Gedeihen uns suggeriert, dass wir vielleicht doch den Rückwärtsgang einlegen können, rausfinden können aus dieser wirtschaftlichen Einbahnstraße, die unseren Planeten zerstört. Er zeigt uns, dass wir wenigstens einen Teil der Lebensmittel, die wir benötigen, selbst anbauen können, ohne Verschwendung und die Natur dabei zu zerstören. Ja, ein Gemüsegarten schenkt uns nicht nur schöne Salatköpfe, sondern auch jede Menge Einsicht.

Um den hoteleigenen Gemüsegarten kümmern sich Anni und Stefan