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Jeden Tag eine neue Geschichte
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Dienstag
26 Mai 2020

Hubert Kostner

Hubert Kostner ist ein Künstler, den wir sehr mögen. Uns gefällt, wie er sich kontinuierlich weiterentwickelt mit Arbeiten, die mit Konzept und Architektur zu tun haben, mit stets neuen Materialien, mit Visionen, die sich auf der Grenze zwischen Realem und Surrealem bewegen. Uns gefällt, dass er ständig in Bewegung ist, manchmal flapsig, mal energisch und eiskalt provozierend. Sein Werk basiert auf der Transformation und Transkodifikation von Alltagsgegenständen und -wahrnehmungen durch Kontextverschiebung und Perspektivwechsel, was einen breiten Interpretationsspielraum ermöglicht. Ein schönes Beispiel dafür ist, was er sich zum 150. Jahrestag der Erstbesteigung des Langkofels durch Paul Grohman und zwei Bergführer am 13. August 1869 einfallen ließ, als dieser Meilenstein der Bergsteigergeschichte mit dem zeitgenössischen Kunst-, Musik- und Performance-Festival Transart gefeiert wurde. In der felsigen Talmulde beim Rifugio Vicenza in 2.500 Metern Höhe trafen Musiker, Kletterer und Performance-Künstler aufeinander. Darunter Hubert, dessen Beitrag zum Festival ein gewaltiger Felsblock war, den er mit zahlreichen Kletterseilen „gefesselt“ hatte, um die Idee des Gebundenseins zu symbolisieren und zugleich zu überzeichnen. Hubert Kostner stammt übrigens aus Brixen und lebt nach Aufenthalten in München, Madrid und Peking heute in Kastelruth.