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Jeden Tag eine neue Geschichte
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Sonntag
15 März 2020

Wenn wir heute gemeinsam gut leben, werden wir morgen besser leben können

Es sind schwierige Tage. Wir sind in einer „Schutzzone“ aufgewacht, ohne dass wir uns irgendwie beschützt fühlen. Die ganze Zeit reden alle von dem, was gerade passiert, ohne dass irgendjemand wirklich wüsste, was gerade passiert. Wir haben es nicht mit einer zerstörerischen terroristischen Macht zu tun, sondern mit einem Virus, der im Unterschied zu terroristischen Organisationen keinen Chef hat, der ihn kommandiert, und kein bewusstes Ziel. Das Virus hat sich ganz einfach in unser Leben gedrängt, in unseren Alltag, und um es in den Griff zu bekommen und zu besiegen, müssen wir ein anderes Verhalten erlernen. Es reicht nicht, nur auf etwas zu verzichten. Wir müssen den Verzicht virtuos als Chance interpretieren, die Dinge neu zu denken, uns neu zu programmieren, ja vielleicht sogar uns neu zu finden. Und die Worte von Enzo Bianchi, dem Gründer der piemontesischen Ordensgemeinschaft Bose, können uns wenn schon nicht helfen, dann doch ein wenig Trost spenden:

„Das ist ein Moment der Krise, sprich einer Gelegenheit, um ein Urteil zu fällen und eine Entscheidung zu treffen. Ich möchte nicht behaupten, dass diese Krise eine Chance ist, die uns solidarischer macht, denn worunter man leidet, führt nicht automatisch zu mehr Liebe und Güte. Aber ich möchte neue Hoffnung wecken: Wenn wir diesen Moment gemeinsam gut erleben, dann werden wir morgen besser leben können.“