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Dienstag
17 März 2020

Die Berge als Projektion innerer Werte

Manche Künstler, wie unser geliebter Ernst Ludwig Kirchner, malten Landschaften und Menschen, in denen sich ein Übermaß ihrer Gefühle ausdrückte, Lebensüberdruss, extreme Sensibilität. Kirchner liebte die Berge und malte sie eher als Projektion seiner inneren Welt denn als Idyll und Zufluchtsort. Die Kritiker nannten diesen künstlerischen Trieb Expressionismus. Doch uns gemeinen Sterblichen erscheint er mehr wie eine ganz bestimmte Lebensenergie, die uns erlaubt, uns als wichtiger Teil einer Umwelt zu sehen, die von Natur gesättigt ist. Die aus Natur besteht. Heute mehr denn je ist daher die Liebe zu den Bergen mehr eine gesellschaftliche Notwendigkeit denn der einfache, persönliche und egoistische Wunsch, Land zu asphaltieren, zu bebauen und auszubeuten, und zwar aus reiner Gier und ökonomischem Profitdenken.