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25 März 2020

Das Bakterium, der Fisch, die Qualle, die Spinne und der Stern

Wenn hier heute von Frank Zappa die Rede ist, hat das gleich zwei gute Gründe. Der erste ist, dass wir uns ein bisschen ablenken wollen. Der zweite ist, dass Zappa, dieser geniale Künstler und Gitarrist, seit ewigen Zeiten ein Freund von Michil ist. Nicht, dass sich die beiden je persönlich kennengelernt hätten. Doch der durch die Werke des Musikers erzeugte Umgang reicht bis in die frühe Jugend unseres Hoteliers und Träumers zurück.

Bevor er sich von der Musik von Edgar Varese mitreißen ließ, den er im Alter von 15 Jahren um jeden Preis kennenlernen wollte und den er einen ganzen Tag lang verfolgte (um ihn knapp zu verpassen), zeigte der junge Frank großes Interesse für die Chemie, und zwar besonders für Sprengstoffe. Die wissenschaftliche Veranlagung in Zappa hielt nicht lange vor, fand dank der über die ganze Welt verstreuten Fans jedoch einen gewissen Widerhall in der Biologie, in der Ozeanologie, in der Arachnologie und in der Astronomie. Weshalb es heute das Bakterium P. Zappae, den Fisch Zappa confluentus und die Qualle Phialella Zappai gibt, das Spinnentier Pachygnatha Zappa sowie den Asteroiden 3834 Zappafrank. Man kann sich natürlich fragen, weshalb sich Wissenschaftler sich Zappas bedienen, um ihre Entdeckungen zu benennen. Und könnte nun die These aufstellen, dass ein bestimmtes Verhalten des Bakteriums die Unvorhersehbarkeit des Musikers erinnert. Oder dass der schwarze Punkt auf dem Spinnenkörper an seinen Bart denken lässt. Beim Asteroiden ist die Sache weniger kompliziert: Zappas Musik ist derart spacig, kosmisch und galaktisch, dass die Internationale Astronomische Union wohl gar nicht anders konnte, als dem Asteroiden 3834 am 22. Juli 1994 den Ehrentitel Zappafrank zu verleihen. Außerdem hieß seine Band ja auch Mothers of Invention. Passt! Und jetzt eine Runde Hot Rats für alle! Auch für die, die behaupten, dass die Chinesen nach heißen Ratten ganz verrückt sind. Während der gute alte Frank da oben auf seiner Wolke und angesichts unserer Albernheiten hier unten immer noch vor sich hin grinst...