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Sonntag,
03 März 2019

Die Costa Family Foundation und ihre Ausstellung

Am 19. September 2007 wurde aus einer Idee von Michil Costa und seiner Frau Joe konkrete Wirklichkeit: Die Costa Family Foundation wurde gegründet und entwickelte sich rasch zu einer blühenden Geschichte der Schönheit, die voller Zuversicht und Freude in die Zukunft blickt. Die Stiftung wurde gegründet, um die Rechte von Kindern und Jugendlichen in der ganzen Welt zu schützen, und in ihrer nunmehr zehnjährigen Geschichte haben wir gemeinsame Visionen geteilt und Ziele erreicht. Der lange Weg dorthin begann in Nordindien, wo wir ein Projekt zur Unterstützung tibetanischer Kinder im indischen Exil initiiert haben. Weiter ging es im afrikanischen Togo, wo wir uns gemeinsam mit Schwester Patrizia und Schwester Maristella um Kinder aus extrem schwierigen Verhältnissen kümmern. Und mit Uganda, wo wir Schulgärten und eine Farm fördern, von der wir heute übrigens die Vanillestangen für unsere Desserts beziehen. Unser jüngstes Projekt findet in Afghanistan statt, diesem wunderbaren und seit Jahrzehnten von einem absurden Krieg gequälten Land: Hier wollen wir Frauen und ihren Familien helfen, durch Safrananbau und Ziegenzucht ihr eigenes Geld zu verdienen. Es sind viele kleine Geschichten, die wir erzählen können, doch alle zusammen werden sie zu etwas Großem. Aus diesem Grund haben wir diese Geschichten aufgeschrieben, fotografiert, gezeichnet, kommentiert. Damit nichts verloren geht, damit wir erzählen können, was alles passiert ist, damit wir denen berichten können, die mehr über unsere Projekte erfahren wollen. So kamen wir auch auf die Idee mit der Ausstellung und mit dem Buch ‚Mio fratello è africano’ (‚Mein Bruder ist aus Afrika’): Es sind in gewisser Weise unsere Geburtstagsgeschenke zum zehnjährigen Jubiläum der Stiftung. Man kann sie an den Wänden des neuen Bürotrakts bewundern: Zwischen afrikanischen Stoffen, großformatigen Fotos, leuchtenden Fluren und den von der Decke baumelnden Büchern mischen sich die Geschichten, spielen miteinander, verbinden sich scheinbar weit entfernte Welten, die doch so nahe an uns dran sind. Es ist, als wanderten wir mitten in eine Geschichte hinein. Als umfinge uns eine Brise Optimismus, brächte uns zum Lachen und ließe uns endlich verstehen, dass es nur wenig braucht, um viel zu erreichen.

Dem Nächsten zu helfen ist eine Form der Leichtigkeit, nichts Schweres, auch keine Verpflichtung, kein Schuldgefühl, keine Rückzahlung unserer Privilegien. Es ist vielmehr eine spontane Geste der Freiheit, ein Anstoß, sich zu öffnen – für den Anderen, für das Höhere.


Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Elide, Leiterin der Costa Family Foundation