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10 Januar 2021

Zen-Kindheiten

Solange wir Kinder sind, leben wir in einem Zustand, den die Asiaten Zen nennen: Wir erfahren unsere reale Umgebung instinktiv durch Aktivitäten, die die Erwachsenen Spiel nennen. All unsere Sinnesorgane sind weit geöffnet, um Informationen aller Art einzusammeln: Wir schauen, berühren, schmecken, spüren warm und kalt, Gewicht und Leichtigkeit, Weiches und Hartes, Raues und Glattes, die Farben, die Formen, die Entfernungen, das Licht und die Dunkelheit, das Geräusch und die Stille. Alles ist neu, alles müssen wir noch lernen, und das Spiel fördert das Merkvermögen. Die Kindheit ist ein so zartes Dasein, dass es uns, aus der Distanz betrachtet, ganz schön ans Herz greift.

Mathias und Michil Costa, Winterkinder.

P.S. Dann wird man groß, macht seinen Eintritt in die Gesellschaft, die Sinnesorgane verschließen sich manchmal, wir lernen so gut wie gar nichts mehr, benutzen nur noch den Verstand und das Wort und fragen uns nur noch, was etwas kostet. Welchen Nutzen es bringt. Und was wir daran verdienen...