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Dienstag
16 Juni 2020

Dicktatorship

Gustav Hofer ist ein Südtiroler aus dem Sarntal, der in Wien Kommunikationswissenschaft und in London Film studiert hat.
Heute lebt er in Rom, wo er gemeinsam mit seinem Lebenspartner Luca Ragazzi „Dicktatorship“ herausgebracht hat – als Autor, Regisseur und Darsteller.
Der Film kam im letzten Juni heraus. In einer Mischung aus Komödie und Dokumentarfilm erzählt er, wie die italienische Gesellschaft immer noch auf dramatische Weise eine Macho-Gesellschaft ist. Alles beginnt damit, dass eines Morgens ein missglückter Witz die Partnerschaft von Luca und Gustav erbeben lässt: Kann es wirklich sein, dass Gustav bisher einfach noch nicht gemerkt hat, dass sein Freund Luca ein chauvinistischer Macho ist? Und wie kann es überhaupt sein, dass ein so fortschrittlicher Mann wie Luca zu sexistischem Verhalten neigt und es selbst noch nicht einmal merkt? Die Diskussion darüber wird zum Anlass für eine gründliche Analyse ihres – und unseres – Landes.
Es ist eine Entdeckungsreise zu Episoden des ganz gewöhnlichen Sexismus im Italien von heute. Zu katholischen Hardlinern, seltsamen Zusammentreffen „echter“ Männer und wissenschaftlichen Experimenten, die vieles sagen. Zu allen möglichen Experten im Gebiet der Soziologie, der Naturwissenschaft, der Kunst und sogar der Pornographie. Dabei versuchen sich die zwei Autoren im struppigen Geflecht der Machtbeziehungen zwischen Mann und Frau zurechtzufinden. Gustav und Luca nehmen den Zuschauer mit auf eine kaleidoskopische und teilweise sehr komische Reise, die zu einer unvermeidlichen Schlussfolgerung führt: Es sind die Männer, die sich ändern müssen, weil die Frauen das ganz offensichtlich schon vor einiger Zeit getan haben.