This is not a cliché.

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Dienstag,
04 Juni 2019

Die Kunst des Sehens

Die Kunst des Sehens und die Kunst des Erinnerns gehen oft Hand in Hand.
Hoch in den Bergen lässt sich darüber wunderbar nachsinnen.
Die Kunst des Sehens wird durch den forschenden Blick gepflegt:
Der tägliche Werkstoff des Künstlers des Sehens ist seine Sensibilität.

Wir leben heute in einem großen Paradox: Die sogenannte Bild-Gesellschaft
produziert ein Übermaß an Sichtbarkeit. Das betäubt den Blick, was wiederum
dazu führt, dass wir die Welt nicht mehr richtig sehen und wahrnehmen können.

Wenn wir dann aber die Berge hochsteigen, auf Wegen, die seit uralten Zeiten begangen werden,
dann fällt es uns wieder leichter, in den Silhouetten aus Fels und Stein
jenes Gefühl für die Unendlichkeit zu spüren, das uns allen zu eigen ist.

Wenn wir spüren und verstehen können, dass wir schon in dieser Welt eine Verbindung zur Ewigkeit haben, dann wenden sich unsere Wünsche und Verhalten bestimmt zum Besseren.
Und besser wird auch unser Zusammensein mit den anderen.