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21 Juni 2019

Die Berghütten sind wieder offen

In den Anfängen der griechischen Philosophie schrieb Heraklit, dass alles fließt (panta rhei), und damit auch der Mensch selbst. Die menschliche Dimension muss daher zwangsläufig eine Dimension der Bewegung, des Nomadentums sein. „Der Mensch kommt als Nomade auf diese Erde, und zu einem gewissen Grad bleibt er das auch“, schreibt Sabino Chialà, ein Mönch aus der Gemeinschaft von Bosé sowie Gelehrter frühchristlicher syrischer und hebräischer Schriften, in seinem wunderbaren Buch „Parole in cammino“ (erschienen bei Quigajon Edizioni). Im Vorwort schreibt Chialà: „Vom Reisen oder von Wegen zu sprechen heißt daher, vom menschlichen und kosmischen Leben zu reden“, sprich von jener Bewegung, die die Basis der Natur aller Dinge ist und damit auch des Menschen und seines tiefsten und innersten Wesenskerns. Aus den wunderschönen Gedichten in diesem Buch haben wir zwei ausgewählt: eines von Ghiannis Ritsos, das zweite von Fernando Pessoa. Beide beschreiben perfekt die Veränderung, die das Wandern, das unermüdliche Umherstreifen, im Wanderer zwangsläufig bewirken: den Zauber des Entdeckens, und wie er den Wanderer nackt und arm zurücklässt. In anderen Worten: frei.

Nun ist der Himmel meine Erde. Meine weite Erde ist der Himmel.
Wandern, Länder zu verlieren! Ständig jemand anderes zu sein und die Seele nicht wurzeln zu lassen.

Lieber Gast, die Berghütten entlang unserer Wanderwege sind wieder geöffnet. Kommen Sie und verlieren Sie sich. Finden Sie sich vielleicht sogar selbst wieder. Wir wünschen Ihnen eine glückliche Tour!