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Sonntag
30 Dezember 2018

Die Berge, eine Bühne des Lebens

Das Jahr geht seinem Ende zu. Doch eines hat sich über die Jahrhunderte nie verändert: Die Berge sind eine Bühne des Lebens, die in ihrer Makellosigkeit unendlich viele Geschichten erzählen können. Von Steinzeitmenschen und Skirennläuferinnen, von Herausforderungen und der Konfrontation mit dem Absoluten, von Schneeraupen und Schneemenschen, von Sonnencreme und Weltkriegen, von der dünnen Luft. Auch vom hemmungslosen Konsum, der die Berge abnützt und die jahrtausendalten Gletscher zu traurigen Steinhafen reduziert hat. Sie erzählen aber auch von einer unendlichen Schönheit, die uns eigentlich begreifen lassen müsste, dass wir unser Ego auf das richtige Maß zurechtstutzen müssen. Und mal ein bisschen still sein sollten. Einfach nur tief durchatmen. Um zu kontemplieren und auf innere Entdeckungreise zu gehen, ganz wie es der große Schriftsteller John Berger formuliert hat: „Ein Berg bleibt immer am selben Ort und könnte als unsterblich betrachtet werden. Doch wer die Berge kennt, weiß, dass sie sich nie wiederholen. Sie haben eine andere Zeitmessung als wir“. In den Bergen lebt der Mensch einen anderen Rhythmus. Für den Menschen sind die Berge daher weniger ein Ort, als vielmehr eine Erfahrung. Gesegnet seien die Dolomiten!