This is not a cliché.

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29
Samstag,
29 Dezember 2018

Ich liebe diese Stüa

Mein Blick streift die Stoffe, die Kerzenleuchter, die kleinen bestickten Vorhänge, das Kristall, die frischen Blumen in den Vasen, die Holzschnitzereien, die alten Gegenstände, die Bilder an den Wänden, die Kissen, das Besteck, die Teller, die Servietten, die samtbezogenen Stühle und die in leuchtendweiße Stoffe gehüllten Rückenlehnen. Und dann die Weinflaschen... für mich besonders wichtig, denn mein Wissen ist an den Wein gebunden wie die Blätter an den Rebstock. Die Stüa de Michil, dieses aus zwei alten Bauernstuben aus dem 17. Jahrhundert bestehende Restaurant, die hier im Hotel originalgetreu wiederaufgebaut wurden, ist meine Heimat geworden. Seit ich die Stüa leite, ist sie ein bisschen die meine. Nicht im Sinne von Besitz, sondern gefühlsmäßig! Ich liebe diese Stüa, die in stillem, gedämpftem Halbschatten ruht, wenn sie geschlossen ist. Und in der die köstlichsten Sinneseindrücke locken, sobald die Gäste eintreffen und sie mit Leben erfüllen.