This is not a cliché.

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Samstag,
15 August 2015

Veranda

Ein Buch lesen und zwischendrin einen Blick auf den Sassongher werfen, der zum Fenster hereinguckt. Das Aroma von Lärchenholz und Tabak genießen. Sich in der Wärme einer Stube aus dem 19. Jh. entspannen, die Augen schließen und träumen.

Dieses Zimmer liegt ein bisschen abseits und schweigt. Dafür sprechen die Bücher, die hier zuhause sind und immer mehr werden. Bücher in vielen Sprachen, die noch mehr Geschichten zu erzählen haben. Schön ist es, hier zu sitzen, während sich draußen die Erde weiterdreht. Lärchenholz verkleidet die Wände, der Keramikofen wärmt auch die Seele, es darf geraucht werden. Man kann Freunde einladen, sich schon auf das Abendessen freuen. Die Veranda ist ein Garten der Worte, in dem die Fantasie sich frei in alle Richtungen entfaltet. Wer viel liest, entwickelt bekanntlich viele Wünsche. Wer aber viele Wünsche hat, bleibt jung. Auch mit achtzig.