Die Faszination dieses Hauses
liegt weniger in dem was es bietet,
sondern in dem,
worauf es verzichtet.

This is not a cliché.

November 2016

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10 November 2016

Superprofessionell und kein bisschen eingebildet

Es ist nicht leicht, einen guten Mitarbeiter durch einen ebenso guten zu ersetzen. Man braucht viel Glück dabei. Das haben wir gehabt.
Elisa kommt aus dem Friaul und weiß, was es heißt, sich nicht aufzumandeln. Denn es geht darum, dass man seine Aufgaben gut erfüllt, nicht um Dünkel und Selbtverliebtheit.
Wenn man einen Mitarbeiter sucht und einen findet, oder besser eine, in diesem Fall, die sich nützlich zu machen weiß und wenn diese Mitarbeiterin dann auch noch jung und motiviert ist, mit Leidenschaft bei der Sache, bescheiden und superfleißig, tja, was soll man dann sagen? Dass man richtig viel Glück hatte. Ja, dass wir Elisa bekommen haben, war ein echter Glücksfall. Ich war auf der Suche nach einem Nachfolger für Michele, der mit im Restaurantservice und mit den Weinen hilft – und Elisa stellte sich vor. Mit ihrem unauslöschlichen Lächeln und ihren frischen 20 Jahren. Ich gucke mit den Lebenslauf an: Hotelschule und ALMA, das renommierteste Ausbildungszentrum zur italienischen Küche und auf internationalem Niveau. Elisa hat das ALMA mit 100 Punkten abgeschlossen. Der vollen Punktzahl. Das hat vor ihr überhaupt noch niemand geschafft. Sie muss enorm stolz gewesen sein, doch man merkt es ihr nicht an. Elisa kommt aus dem Friaul und weiß, was es heißt, nicht selbstverliebt zu sein. Denn worum es geht, ist dass man seine Aufgaben gut erfüllt, nicht um Selbstverliebtheit. Elisa's Leidenschaft ist der Wein. Und da kann sie bei uns wirklich ihr Glück finden. In unserer Casa kommen die Menschen an erster Stelle, ob Gäste oder Mitarbeiter. In unserem Job ist es unerlässlich – wie in allen Berufen, in denen Teamarbeit entscheidend ist – Harmonie zwischen den Menschen herzustellen. Das war mit Elisa ein Kinderspiel. Vielleicht dank ihrer Eleganz. Dank ihrer unersättlichen Leidenschaft für Schuhe. Vielleicht, weil sie mir von ihrer Großmutter erzählt, an der sie besonders hängt. Vielleicht, weil sie so oft lacht und die gute Laune im Alltag einfach sehr wichtig ist. Vielleicht auch, weil sie nicht besonders gut Auto fährt und zum Glück nur einen Fiat 500 hat, keinen Ferrari. Oder, weil sie mir manchmal wie eine Frau aus anderen Zeiten vorkommt. Mit den Füßen steht sie fest auf dem Boden der Tatsachen, doch mit dem Kopf ist sie im Wolkenkuckucksheim. All das zusammen bewirkt, dass Elisa genau die richtige Person ist, die im richtigen Moment zu uns gekommen ist. Wir können nur hoffen, dass sie auch möglichst lange bleibt. Den Weinkeller perfekt am Laufen hält und die Weine auf die beste nur denkbare Weise vorschlägt, findet, verkauft. Harmonie erzeugt zwischen uns, die wir hier arbeiten, und den Gästen, die bei uns ganz besondere Momente suchen. Elisa schafft das mit Leichtigkeit, Anmut und Überzeugung. Und mit jener Begeisterung, die – wenn jemand sie besitzt und auch zeigt – keinen Zweifel daran lassen, dass die Dinge gerade auf die beste nur denkbar Art und Weise funktionieren.

Paolo