This is not a cliché.

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01 Juni 2013

Marilyn Monroe

Das Leben der Marilyn Monroe entspricht einer modernen Version von Aschenputtel: Geboren 1926 aus einem unehelichen Verhältnis, wuchs sie in bescheidensten Verhältnissen mit nur wenigen sorgenfreien Kindheitstagen auf. Dennoch schaffte sie wie im Märchen den Sprung in die Welt der Schönen und Reichen, in die Welt des Glamours.
„In ihr hatte die weibliche Natur sich selbst übertroffen – sie gilt als Ikone der Ewigkeit und zugleich als frechstes Pin-up-girl aller Zeiten.“
Denn Norma Jean Mortenson war reich beschenkt worden von Mutter Natur. Wie im Samen einer Pflanze lagen Lust, Macht, Schönheit und Weisheit in ihrem Schoß. Verführerische rote Lippen, die noch heute Männerknie zum Zittern bringen, ein strahlend schönes Lächeln und dieses gewisse Etwas im Blick – da reichte ein einziger Augenaufschlag, um männliche Herzen nahe an den Infarkt zu bringen. Doch Marilyn war mehr als ein perfekter Körper. Diese Frau hatte etwas Besonderes. Eine große Portion Charme, jenen unsichtbaren Teil der Schönheit, ohne den niemand wirklich schön sein kann. Und dann diese Kurven! Soweit das Auge reichte. Marilyns unverbrämter Sexappeal war und bleibt einmalig. Zum verrückt werden begehrenswert war ihre Erscheinung. Dass sie eine der falschesten Blondinnen aller Zeiten war, spielte nie eine Rolle.
Für die Welt, insbesondere die Männerwelt, verkörperte Marylin die zu Fleisch gewordene Versuchung, das wahr gewordene erotische Traumbild. Dass sie aber viel mehr war als ein kurviger, blonder Komödienstar, beweisen ihre persönlichen, intimsten Aufzeichnungen, Gedichte und Briefe. Diese bruchstückhaften Texte sind oft erratisch, manchmal fast surrealistisch, aber meist von großer Poesie. Sie sind der Beweis dafür, dass Marilyn eine schlaue und begabte Frau war, die verzweifelt versuchte, das Bild zu verändern, das sie auf Anleitung der Studiobosse und frauenverachtenden Regisseure ihrer Zeit evozierte. Aber dafür wurde sie nicht geliebt. Das Gefühl, nicht sie selbst sein zu können, ließ sie ständig zweifeln und zutiefst unglücklich sein. So sagte sie einmal: „Insgeheim habe ich immer das Gefühl gehabt, nicht vollkommen echt zu sein. Ich glaube, jeder Mensch fühlt das von Zeit zu Zeit. Aber in meinem Fall geht das so weit, dass ich manchmal denke, ich sei ein Kunstobjekt“. Marilyn war depressiv, ehrgeizig, albern, leichtlebig und romantisch, doch hinter ihrem Lachen versteckte sich zeitlebens das zerbrechliche Herz der Norma Jean Mortenson, die sich von der Filmindustrie und der Welt ausgenützt und vermarkt fühlte. Ihr Wesen, ihre Existenz wurde zum Kunstobjekt und Sexbegriff, bis der zerbrechliche Kern der zur Diva gekrönten jungen Frau es schließlich nicht mehr verkraften konnte. Mit nur 36 Jahren starb Marilyn Monroe an einer Überdosis an Medikamenten.

Elisabeth