Die Faszination dieses Hauses
liegt weniger in dem was es bietet,
sondern in dem,
worauf es verzichtet.

This is not a cliché.

März 2013

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Freitag,
08 März 2013

Es leben die Frauen!

Auf uns.
Heute gelten unsere Gedanken all jenen Frauen, die täglich mit dem Schweigen und der Finsternis unserer Gesellschaft kämpfen.
Auf uns! Auf uns, die wir lange träumen müssen, um unsere Ziele zu erreichen. Die wir die Romantik lieben, die Liebkosungen, die kleinen Aufmerksamkeiten und unschuldigen Aktionen. Auf uns, die wir diesen ganz besonders feinsinnigen Instinkt besitzen, der uns manchmal unverständlich macht. Auf uns, die wir einfach einzigartig sind, jede ihr eigenes kleines Geheimnis.
Auf uns, die wir gern stundenlang vor dem Spiegel stehen, die wir die Schaufenster einer Stadt ablaufen und uns schließlich für diese besonders dünnen High Heels entscheiden, auf denen wir so verführerisch laufen, dass kein Mann davon unbeeindruckt bleibt. Wie verzaubert bewundern sie die Eleganz und Grazie von uns Frauen, die wir mehr oder weniger geschickt auf unseren schwindelerregenden Absätzen balancieren.
Auf uns, die wir mit unseren Augen jene herrlichen, aber doch so flüchtigen Momente fotografieren, in denen wir uns von der Liebe umarmt fühlen. Momente, die wir in ihrer Farbigkeit für immer am Leben erhalten wollen. Auf uns, die wir an das ewige Leuchten unsere Liebe glauben, eben weil sie Liebe ist, Hoffnung und die Seele selbst.
Sonnenaufgänge sind kleine Wunder, der erste Flug eines jungen Vogels ist eines, doch noch viel wunderbarer ist die Wiedergeburt einer Frau. Wenn ein Mensch am Boden liegt, nach einem Absturz oder einer Katastrophe, heißt es oft: Mit dem ist es aus. Für Frauen ist es nicht aus. Eine Frau rafft sich immer wieder auf, steht auf, fängt neu an, auch wenn sie eigentlich nicht daran glaubt. Auch, wenn sie erst gar nicht will.
Ein Hoch auf uns Frauen, die wir nach dem Ende einer Liebe an eine bessere Zukunft glauben und in jedem kleinen Detail Grund zu grenzenloser Lebensfreude entdecken.
Ein Hoch auf uns Frauen, wie wir mit unseren Träumen – den schönen und den peinlichen, den hässlichen und den ganz geheimen, den strahlenden und denen, die stets kurz vor der Entdeckung stehen – schlicht einzigartig sind, schön und etwas Besonderes.
Doch wir können die Augen nicht vor den Diskriminierungen und Gewalttaten verschließen, denen wir Frauen in vielen Teilen der Welt immer noch wie selbstverständlich ausgesetzt sind. Unsere Gedanken gehen daher heute an alle Frauen, die täglich mit dem Schweigen und der Finsternis unserer Gesellschaft zu kämpfen haben.
Schicken wir ein Gebet zum Himmel, in der Hoffnung, dass jede Frau allein um ihrer ganz besonderen Einzigartigkeit wegen geliebt und geachtet werden möge.

Elisabeth