Die Faszination dieses Hauses
liegt weniger in dem was es bietet,
sondern in dem,
worauf es verzichtet.

This is not a cliché.

September 2013

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Sonntag,
22 September 2013

Ein besonderer Liebesdienst

Endlich ist wieder Apfel-Zeit. Seit ein paar Jahren schon haben wir es uns zur Angewohnheit gemacht, weder uns selbst noch unseren Gästen „Äpfel im Winterschlaf“ anzubieten. Damit meinen wir Äpfel außerhalb der Apfel-Zeit, die aus dem Kühlhaus kommen. Und das wirkt ein bisschen seltsam. Denn eine der kulinarischen Visitenkarten Südtirols ist ja schließlich der Apfelstrudel. Doch den ersetzen unsere Patissiers in diesen Monaten dann einfach durch einen ebenso köstlichen Aprikosen-Strudel.
„Ich liebe es, zu kochen und zuhause Gäste zu bewirten. Noch mehr liebe ich die Düfte, die zu bestimmten Tageszeiten aus der Küche in die Stuben, in den Hauseingang, ja sogar auf den Vorplatz hinauswehen.“
Ich kann mich erinnern, mit welcher Meisterschaft Frau Costa in jedem Monat des Jahres die Äpfel zum Dekorieren des Hauses benützte. Stuben, Tische, einfachste Gegenstände – alles erfuhr durch ein paar Äpfel in Nullkommanichts eine enorme Aufwertung, und es duftete nach Liebe, nach Zuhause, nach Südtiroler Heimat.
Und heute, wenn sie endlich wieder im Hotel eintreffen, kann ich es vor lauter Glück kaum aushalten. „Die Äpfel!“
Ich liebe es, zu kochen und zuhause Gäste zu bewirten. Noch mehr liebe ich die Düfte, die zu bestimmten Tageszeiten aus der Küche in die Stuben, in den Hauseingang, ja sogar auf den Vorplatz hinauswehen. Der Duft nach frischem Apfelkuchen, der durch das Haus zieht, ist für mich Inbegriff von Zuneigung.
Das Originalrezept stammt von unserer lieben und tüchtigen Paoletta; es handelt sich um Versunkenen Apfelkuchen. An diesem Rezept habe ich praktisch nichts geändert, nur die Menge der Äpfel erhöht, so dass ich das Ergebnis nun eigentlich nicht mehr „versunkenen“ Kuchen nennen kann – dazu sind es einfach zu viele! Aber auf diese Weise bekommt der Kuchen beim Hineinbeißen eine irgendwie schlichte und vertraute Konsistenz...
Sie benötigen:

200 g Mehl
150 g Zucker
2 Eier
200 ml süße Sahne
1 Tütchen Backpulver
4 EL Mais- oder Sonnenblumenöl
1 Prise Salz
3 große oder 4 kleine Äpfel

Den Ofen auf 180-190° C vorheizen. Eine runde Kuchenform von 22 cm buttern und bemehlen. Das überschüssige Mehl abschütteln und ev. nicht ausreichend gebutterte Stellen nachfetten. Schälen und achteln Sie die Äpfel - oder lassen Sie sich von jemandem dabei helfen, während Sie selbst den Teig zubereiten. Gehen Sie dabei folgendermaßen vor:
Die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen, dann das Öl im Strahl hinzufügen und dabei langsamer weiterschlagen. Die Hälfte der Sahne (100 ml) hinzugeben. Mehl und Backpulver sieben und ebenfalls zur Mischung geben, danach die zweite Hälfte der Sahne dazugeben. Den Teig in die Form füllen und die Apfelstück darin versenken. Es macht nichts, wenn sie sichtbar bleiben; wenn der Teig ordentlich zubereitet wurde, wie er wie von Zauberhand zwischen den Äpfeln aufgehen. Zucker, Zimt und drei Butterflöckchen über dem Kuchen verteilen und ihn den vorgeheizten Ofen schieben. Je nach Ofen ist der Kuchen nach 30-40 Minuten gar.

Am besten backen Sie den Apfelkuchen kurz vor dem Eintreffen Ihrer Gäste oder kurz, bevor Ihre Familie nach Hause kommt. Der Duft, der sie empfängt, wird sie mit reichlich Erinnerungen und Glücksgefühl beschenken. Besorgen Sie eine schöne Tortenplatte, Porzellanteller, Kuchengabeln und kleine Servietten; pflücken Sie draußen ein grünes Zweiglein zur Dekoration und bereiten Sie einen schönen Kaffeetisch vor. Einen solchen Empfang wird Ihnen niemand vergessen!

Joe