This is not a cliché.

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01 Dezember 2012

Dolomiten im Sternenschimmer

Lichtverschmutzung unseres Lebensraumes
Die Provinz Bozen hat nun im Amtsblatt Nr.31/I-II vom 31/07/2012 die Kriterien für Massnahmen zur Einschränkung der Lichtverschmutzung gemäß Artikel 1, Absatz 3 des Landesgesetzes vom 21. Juni 2011, Nr. 4 veröffentlicht.
http://www.regione.taa.it/bur/pdf/I-II/2012/31/BO/BO31120180124.pdf
Das Ziel: nachhaltige Energieeinsparungen durch bessere Beleuchtungsanlagen, gezielte bzw. eingeschränkte Ausleuchtung des öffentlichen Raumes, zumal belastend für den gesunden Schlaf des Menschen und eine Falle für Millionen von Insekten, die von sichtbaren Lichtquellen angezogen an ihnen verenden, wodurch ein Bruch in der Nahrungskette entsteht.
Die helle Not! http://www.hellenot.org/

Als die Pioniere des Bergsteigens vor etwas mehr als 150 Jahren begeistert über die Bleichen Berge berichteten, wie die Dolomiten ursprünglich genannt wurden, zog es immer mehr Menschen in dieses Gebiet. Sie brachten "Lichtblicke" des Wohlstands im entbehrungsreichen Dasein der einheimischen Bevölkerung. Das Wechselspiel von Tag und Nacht regelte damals noch den Takt des Lebens und den Ablauf der Zeit. Mit dem Ersten Weltkrieg kam dann große Not ins Land. Frontstellungen und Kampfhandlungen in den Bergen wurden mit Licht geflutet, um den Feind im Fels zu sichten. Licht erhellte zum ersten Mal auf grandiose Art und Weise die sagenumwobene Welt der Dolomiten. Heute hat die Lichtüberflutung unseres Lebensraumes gewaltige Ausmaße angenommen. Sie verschleiert den Blick auf die Sterne, raubt den Schlaf der Menschen und beeinträchtigt den Kreislauf der Natur. Dark sky: http://www.lichtverschmutzung.de/

Weihnachtsmann für immer
Das angestrahlte Haus, die Spielhöhlen-Weihnachtsbeleuchtung rund ums Haus - das ganze Jahr über - und die Sternenhimmelattrappe über dem Wellnessbad sind Lockmittel, um den Gast zu ködern. Man verzeihe die Frage: was, wenn der Mensch ungetrübten Blickes das Firmament bestaunen würde, anstatt ein künstliches Lichtermeer? Billiger,
ökologischer, schöner.

Ein Gesetz zur Einschränkung der Lichtverschmutzung
Der Himmel auf Erden? Im Sinne dieser Bestimmungen, wird auch die Weihnachtsbeleuchtung auf einen Zeitraum von maximal 60 Tagen beschränkt. Der atemberaubende Blick auf das unendliche Himmelszelt redimensioniert unsere künstlichen "Himmel auf Erden" und die handvoll eitler Sterne vieler Beherbergungsbetriebe. Besinnliche Weihnacht!