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Sonntag,
21 April 2019

Frohe Ostern!

Ostern ist das älteste und das feierlichste Fest der Christenheit. Es fällt auf den Sonntag nach dem ersten Frühlings-Vollmond. Ein flexibles Datum also, das einen Großteil des liturgischen Jahres bestimmt. In den drei Tagen, die dem Ostersonntag vorangehen – Gründonnerstag, Karfreitag und Ostersamstag, dem Triduum Sacrum – gehen die Gläubigen von der Trauer zur Freude über die Wiederauferstehung über. In anderen Worten, von der Dunkelheit zum Licht
Schon lange vor dem Aufkommen des Christentums war das Ei ein Symbol für das Wiedererwachen der Natur zwischen Winter und Frühling. Mit dem christlichen Glauben und der Wiederverwendung heidnischer Bräuche wurde das Ei zum Symbol für die Wiedergeburt des Menschen, und in diesem Fall von Jesus.
Die Bedeutung des Ostereis hat sich in den letzten Jahrhunderten verändert, ebenso die Umstände des Verschenkens der Eier. Früher einmal verschenkte man echte und verzierte Eier, doch dann hat die Verwendung von Schokolade im 20. Jahrhundert die ganze Idee des Ostereis komplett revolutioniert und kommerzialisiert. In den ladinischen Tälern wie auch nördlich der Alpen gibt es immer noch den Brauch, Eier zu färben, und für uns ist Ostern das wichtigste Fest überhaupt. Wie wählen die schönsten schneeweißen Hühnereier aus und wir bemalen sie, ganz wie es uns gefällt. Die jungen Mädchen schenken dieser Ostereier dann am Ostermontag den jungen Männern: Zwei Eier bekommt wirklich jeder, vier Eier die Nervensäge, sechs der Freund und zwölf der Verlobte, den sie innerhalb des nächsten Jahres zu heiraten gedenkt. Alles klar, liebe Männer? Wenn Sie vier Eier bekommen, tja, dann haben Sie leider Pech gehabt. Sollten es allerdings zwölf sein, dann Vorsicht – es wird ernst! Frohe Ostern!